Am 7. Mai tauschten Schülerinnen und Schüler das Klassenzimmer gegen die Stuttgarter Gehwege, um Geschichte dort zu erleben, wo sie passierte.
Gedenken im Vorbeigehen: Die Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig erinnern direkt vor den ehemaligen Wohnhäusern an die Opfer der NS-Zeit und holen ihre Namen zurück in den Alltag.
Recherche auf der Straße: Nach einer kurzen Einführung machten sich die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen selbstständig auf die Suche. Mit Stadtplänen ausgerüstet, erkundeten sie verschiedene Viertel und lasen die Schicksale direkt von den Messingtafeln ab. Besonders die Stolpersteine der Familie Schneck (siehe Foto) machten die Jugendlichen betroffen, da sie zeigen, wie ganze Familien – vom Vater bis zum kleinen Kind – gemeinsam deportiert wurden. Während der Suche dokumentierten die Gruppen ihre Funde und hielten inne, um die Biografien der Menschen in der heutigen Umgebung wirken zu lassen.
Fazit: Dieser Ausflug hat den Schülerinnen und Schülern gezeigt, dass Erinnerungsarbeit direkt vor der Haustür beginnt und die Einzelschicksale hinter den historischen Zahlen greifbar macht. Die direkte Begegnung mit der Geschichte regte viele dazu an, auch im eigenen Wohnumfeld künftig aufmerksamer auf diese Mahnmale zu achten.
Text und Bild: Zollberg-Realschule


